Polterabend Bräuche

Gerade mit dem Polterabend sind zahlreiche Bräuche verbunden, um die sich seit jeher Mythen scharren. So ist natürlich der bekannteste Polterabend- Brauch der, dass man vor dem Haus der Braut Geschirr, Keramik oder auch Terrakotta zerwirft. Auch Blechdosen dürfen geworfen werden, während Glas oder Spiegel keinesfalls Verwendung finden dürfen. Denn bekanntlich bringt ein zerbrochener Spiegel sieben Jahre Unglück und genau dieses sowie auch böse Geister möchte man ja mit dem zertrümmern fernhalten oder abwähren.

Auch ein Brauchtum der immer wieder gerne praktiziert wird, ist die symbolische Rückgabe der Schlüssel zum Herzen von diversen ehemaligen Lebenspartnern. Dabei übernehmen gute Freunde die Rolle der Expartner und überreichen mit einem herzlichen Glückwunsch zahlreiche Schlüssel. Dies hat den symbolischen Charakter, dass man sich nun endgültig von seiner Vergangenheit distanziert und man nun auch im Herzen von diversen Altlasten befreit ist.

So manches Paar nutzt auch die Gelegenheit die sich aufgrund der zeitlichen Nähe zum Hochzeitstag bietet und vergräbt in nächtlicher Stunde die Freundschaftsringe oder auch die Verlobungsringe, sofern man sich für neue Eheringe entschlossen hat. Diese alten Ringe werden dann über einen Blütensamen unter die Erde gelegt, mit frischer Erde eingegraben und irgendwann soll dann die Pflanze aus dem Boden sprießen und dabei die Ringe mit ans Tageslicht bringen. Ob dies in der Praxis funktioniert ist sicherlich umstritten, aber es ist ein durchaus symbolträchtiger Brauch, der zeigt das Liebe wurzeln schlagen kann und sich behaupten kann.