Gedichte zum Polterabend

Es ist überall bekannt,

trampelnd stapft der Elefant

und zerbricht das Porzellan

hält auch vor dem Glas nicht an.

Was er hinterlässt ist Stück-

werk und bringt niemand Glück.



Anders ist's wenn Nachbars Peter,

Hinz und Kunz, kurzum ein jeder,

Teller, Schüsseln, Kannen, Tassen

statt sie im Regal zu lassen,

glücklich oder tief bewegt

vor des Brautpaars Tür zerschlägt.

Dies wird Ihnen gar nicht wehren,

sondern massig Scherben kehren,

bis ein Haufen sich erhebt,

der stracks in den Himmel strebt.



Als vor vielen tausend Jahren

unsere einstigen Vorfahren

noch an böse Geister glaubten,

die dem Haus den Frieden raubten

jagten Sie mit Schimpf und Schreck,

diese schlimmen Trolle weg.

Mit Gepolter und Getöse

kämpfen Sie gegen das Böse.

So liegt denn ein tiefer Sinn,

in dem Polterabend drin.



Böses weiche von der Schwelle,

Gutes nahe, Licht und Helle.

Viele Scherben wünschen wir

deshalb liebes Brautpaar, dir.